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Amur on the fly

Graskarpfen on the fly

by active fishing team

active fishing, 26.08.10

Void
4,6
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Mitte Mai 2010 erreichte mich eine Nachricht meines Freundes und Active Fishing – Teamanglers Peter Fiegenschuh. Es gelang ihm, einen Amurkarpfen mit einer Länge von 117 cm und einem Gewicht von 14, 6 kg zu überlisten und zu landen – und zwar mit der Fliegenrute! Hier sein Bericht über diesen außergewöhnlichen Fang:

Wie jedes Jahr im Mai fuhr ich auch heuer wieder mit ein paar Freunden an einen 5 ha großen See in der Nähe von Passau.
Unser Vorhaben war ein paar Tage Entspannung am Karpfensee und natürlich der Fang einiger schöner Carps. Für gewöhnlich fischen wir mit Boili und  Partikelköder.
Wir hatten schon einige schöne Tage hinter uns und auch das Wetter spielte halbwegs mit.
Ich brauchte Bewegung und brach auf, um einen Seerundgang zu machen. Nach einigen Minuten Wanderung bemerkte ich einige Karpfen, die sich knapp unter der Wasseroberfläche aufhielten- wohl um die wärmer werdende Sonne zu genießen.

Mir fiel natürlich sofort auf, dass sich die Fische in Fliegenrutenwurfweite aufhielten. Die Stelle insgesamt war ideal, hatte sie doch viel Platz für den Rückwurf und keine Böschung, sondern flaches, freies Gelände. Im Nu war ich zurück am Zeltplatz und holte eine Fliegenrute aus dem Auto. Die kräftige Rute Klasse 8-9 hatte ich wohlweislich im Gepäck! Noch beim Auto montierte ich ein etwa 4 m langes Friedfischvorfach mit einer Spitze von 0,20 mm.

Am Karpfenplatz angekommen machte ich ein paar vorsichtige Würfe. Einer gelang ideal, die selbstgebundene Rehaarfliege (eine große, ungestutze Fliege, die ich mit leichten Zitterbewegungen der Rutenspitze seht aktiv fische) landete in der Nähe einiger Karpfen und diese hielten direkt auf die Fliege zu. Ein kurzes Schlürfen und der Rehhaarbesen war weg! Der Anhieb saß, der Karpfen stürmte los und mein Adrenalin begann zu fließen! Nach einem etwa 5 minütigen Drill landete ich einen schönen, 6,5 kg schweren Spiegelkarpfen! Was für ein Abwechslung zum eher geruhsamen Ansitzfischen!

 

 

Doch es sollte noch anders kommen – ganz anders!

Nach dem Wiegen, Fotografieren und der „neidlosen“ Bewunderung der eilig herbeigelaufenen Kollegen galt meine Aufmerksamkeit wieder dem Karpfenschwarm. Dieser hatte sich nur einige Meter weiterbewegt und schienen auch nicht merkbar beunruhigt. Also warf ich die Cypriniden wieder an.  Die Fliege tanzte und zitterte an der Wasseroberfläche und ich registrierte durch die Polbrille zwei größere Schatten, die sich langsam, aber stetig meiner Kunstfliege näherten.  Meine Nervosität war gerade auf dem Höhepunkt , als sich das Schauspiel von vorhin wiederholte:

Schlürf – Anhieb - Run!!

Und was für ein Run! Der Fisch riss mir in wenigen Sekunden Fliegenschur und viele Meter Backing von der Rolle und stürmte weiter unaufhaltsam Richtung Seemitte. Bis jetzt hatte ich meine 200m Backing immer für mehr als ausreichend erachtet, jetzt hoffte ich inständig, es möge reichen. Das tat es, denn der Karpfen änderte die Richtung und ich konnte wieder viel Backing aufkurbeln. Doch nicht lange und die Rolle kreischte wieder los! Diese Spiel wiederholte sich mehrere Male, aber langsam bekam ich Oberhand und ich dirigierte den Kerl Richtung Ufer.

Inzwischen hatte ich viel Publikum um mich herum, die mich mit unglaublich“ wertvollen Expertentipps“ eindeckten. Danke an dieser Stelle. Als ich den Karpfen das erste Mal an der Oberfläche sah ,war mir dann erst so richtig sein Größe bewusst. Ein meterlanges Vieh – ein riesiger Graskarpfen! Die Landung war schwierig und kostete mich literweise Schweiß. Mehrere Male zog er wieder in den See hinaus.

Doch letztendlich lag er mit zornig gespritzten Kiemen am Ufer.
Völlig ausgepumpt und nassgeschwitzt registrierte ich die Maße des Fischen: 117 cm und 14, 6 kg.

 

 

 

Für diesen Tag stellte ich das Fischen ein  und ließ mir die gut gekühlten Biere schmecken. Die Pläne für den nächsten Fischerurlaub nahmen konkrete Formen an. Es gibt in dem bestens bewirtschafteten Privatsee noch viel größere Kaliber!

 

Mehr Berichte: http://www.activefishing.at/berichte/

 



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