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Wallercup am Po La Motta

Wallercup 2009 im Camp La Motta am Po

Platz 1 und 3 für das Wallerteam

Wallerteam-Austria, 25.11.09

Void
5,2
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Wie jedes Jahr im Oktober fand auch heuer wieder der Wallercup des Wallercamps La Motta statt.Dieser Cup wird von Peter Wielath und seiner Mannschaft sozusagen als Höhepunkt und Abschluss der Wallersaison im Wallercamp La Motta am Po veranstaltet.

Der PO Mittellauf auf Fischradar.com - Waller fischen Po

Neben dem fischereilichen Aspekt wird bei diesem Cup auch sehr viel Wert auf die Geselligkeit und das Miteinander unter den Teilnehmern gelegt. Nach dem üblichen Geplänkel und Sticheleien im Forum des Wallercamps im Vorfeld sollte es nun am 10.Oktober ernst werden.

Hoch motiviert trafen nacheinander die zwölf Teams im Camp ein-einige kamen schon am Vorabend oder in der Nacht an-natürlich wurde gleich die Kameradschaft gepflegt und diverse Fachgespräche dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Auch wir trafen bereits in der Nacht ein,nach dem Versorgen der mitgebrachten Köderfische und ein paar kleinen Begrüssungsbierchen legten wir uns um 4 Uhr früh in unsere Betten und traümten von dicken Wallern.

Um 10 Uhr erfolgte die Auslosung der Boote und der Sektoren,sowohl Wallerteam Austria 2 mit Grunzi und Sumsi als auch Sportfischer und ich zogen zu Beginn den unteren Sektor der von der Eisenbahnbrücke in Borgoforte bis etwa einen Kilometer oberhalb des Alonsostrudels reichte. Der zweite Sektor ging dann flussaufwärts bis zur Brücke von Guastalla.


Bevor es nun endlich losging gab es noch ein deftiges bayrisches Mittagessen mit Brezen,Weisswurst und Leberkäse das Spofi spendiert hat,ein Dank an dieser Stelle für das reichliche Mahl.

Nun noch schnell ein Gruppenfoto und es konnte losgehen

 

Mein Teampartner Alex(Sportfischer) und ich sahen uns zuerst den Alonsostrudel mit dem Echolot genau an,fuhren dann etwas flussabwärts und begutachteten eine Stelle knapp 500m unterhalb des Oglio-Auslaufs die uns auf Anhieb zusagte. Ein Platz mit viel Struktur und Rinnen die bis zu zehn Meter tief waren,da musste doch was gehen. Wir legten vorerst meine drei Ruten mit U-Posenmontagen aus,weil Alex am Tag noch etwas aktiv vom Boot aus fischen wollte- mit zwei Schwimmermontagen in der Vordrift gings für ihn den Sektor hinunter während ich am Platz blieb.


Ich baute gerade mein Shelter auf als das Telefon läutete,es war Alex-1,31m auf eine kleine Karausche,der Anfang war gemacht,erster Wertungsfisch eine Stunde nach Beginn. Gegen Abend kehrte dann mein Kollege an den Uferplatz zurück und wir verteilten weiter drei Ruten in die Rinnen und an die Kanten die uns das Echolot offenbarte Leider blieb es sehr ruhig in dieser Nacht,als ich in der Früh erwachte waren alle Montagen unberührt,zwei Ruten jedoch standen mächtig krumm-Treibgut hatte sich oberhalb des Vorfaches in der Hauptschnur verfangen-eine Folge des leichten Wasseranstiegs um ca 40 cm.

 

Nach einer kurzen Beratung ob wir den Platz wechseln sollten entschieden wir uns auf Grund der sehr markanten Strukturen zu bleiben und legten die Ruten neu aus. Während ich am Platz blieb fuhr Alex ins Camp um einige Besorgungen zu erledigen und zu duschen-er hatte 2 Wochen vor Cupbeginn eine kleine Operation an der Leiste die einen täglichen Verbandswechsel notwendig machte.


Gegen Mittag kam dann Muskie vom Camp vorbei-er war für diese Woche als Chefvermesser auserkoren-einzig wir hatten keinen Fisch zu messen,der 1,31er vom Vortag wurde schon bestätigt und zurückgesetzt. Er berichtete das einige Teams schon kleinere Fische bis etwa 1,60m gefangen haben.

In Führung nach dem ersten Tag lagen Grunzi und Sumsi die als einziges Team zwei Waller fangen konnten.Mit 1,23m und 1,26m keine Riesen aber doch knapp über dem Wertungsmaß von 1,20m


Der Tag verlief ruhig und gegen Abend fuhr Alex noch mal eine Runde mit dem Boot um durch klopfen mit dem Wallerholz Fische zu lokalisieren und eventuell einen Biss zu bekommen. Muskie war gerade bei mir am Platz angekommen um ein wenig bei einem Kaffee zu tratschen als eine meiner Ruten ohne Vorankündigung zurück schnellte.

Mist ,sicher wieder Treibgut war mein erster Gedanke,zur Sicherheit natürlich schnell zur Rute-kein Widerstand,also Kurbeln was das Zeug hält-nach ein paar Metern dann der ersehnte Schlag in der Rute,Anhieb-ja ,der hängt und nimmt gleich Schnur von der fast geschlossenen Fin-Nor Bremse-könnte ein Guter sein rufe ich zu Muskie,nach ein paar Minuten habe ich den Fisch unter Kontrolle,er geht überraschend leicht über die Kante ins Flachwasser wo ich ihn das erste Mal sehen kann,inzwischen ist auch mein Teampartner eingetroffen,als er einige Meter ins Wasser watet um den Fisch zu greifen schreit er „Granate sicher über 2,30m“.

Nach der Landung geht’s gleich ans Vermessen des Wallers, genau 2,40m zeigt da Maßband an bei einem geschätzten Gewicht von 90-95kg.

 

 

 

Natürlich gab es danach ein Wallerbierchen,wir legten die Rute erneut aus und legten uns schlafen. Der nächste Morgen erwartete uns mit Nebel der bis zu Mittag anhalten sollte,auch die Temperaturen waren empfindlich zurück gegangen und das Wasser um 20 cm gefallen. Wir hatten noch eine Nacht in dem Sektor,nach dem Kracher kam ein Platzwechsel nicht in Frage. Der Tag ging mit einem kurzen Besuch im Camp um zu duschen und einer warmen Mahlzeit schnell rum,die Montagen neu bestückt und ausgelegt.


Gerade als wir die letze Montage draussen hatten und es uns gemütlich machen wollten signalisiert eine Aalglocke den nächsten Biss. Gleiche Zeit,gleiche Rute-diesmal war Alex an der Reihe-wir fischten Biss auf Biss,er schlug an. Der Fisch hing und gab gleich so richtig Gas,die Bremse kreischte und die Rute war im Halbkreis gebogen-der Fisch machte mehr Theater als der 2,40er vom Vortag.

Nach einigen Minuten wurden die Fluchten kürzer und Alex konnte den Fisch soweit ins Flachwasser ziehen das ich ihn per Wallergriff landen konnte. Wir leinten den Fisch an und verständigten Peter vom Camp,dann legten wir die Rute erneut an den gleichen Spot aus.Es dauerte keine Stunde und erneut war es die selbe Rute die krumm im Rutenhalter stand-ich schlug an und konnte nach kurzer Zeit einen weiteren Powaller zum Landgang überreden.

Das Vermessen der beiden Fische ergab 2,15m für Alex und 1,62m für mich,was uns nun in der Teamwertung die Führung vor dem Sektorenwechsel einbrachte.

 

 

  

Wir bauten unser Lager ab,schauten kurz im Camp vorbei um unsere Vorräte zu ergänzen und zu duschen und weiter gings an die Platzsuche im oberen Sektor. Wir schauten uns einige Stellen genau an,von der oberen Sektorgrenze in Guastalla bis hinunter nach Suzzara und entschieden uns dann für ein Naturufer unterhalb des Hafens von Luzzara,wo eine parallel zum Ufer verlaufende Rinne mit Wassertiefen von bis zu 4m der Hauptangriffspunkt werden sollte.


Wir verteilten 4 Ruten in die Rinne und spannten 2 weitere an eine Boje bzw.an einen Abbruch einer Sandinsel. Nach dem Aufbauen des Lagers dauerte es nicht lange bis sich die erste Aalglocke meldete-der Fisch konnte die Reissleine nicht sprengen aber er blieb hängen.

Alex hatte nun die Aufgabe den Jungwaller zu befreien indem er die Reissleine abschlug und den Fisch ans Ufer kurbelte.

Ungefähr 1,10m hatte der Kleine,wir hakten ihn ab und entliessen ihn wieder in sein Element. Kurze Bedenken ob wir hier nicht den Spielplatz des Kindergartens befischten wurden weggewischt als wir dabei waren die Rute neu auszulegen.

Gut das wir uns entschieden hatten das ich am Ufer bleiben sollte um Alex etwas einzuweisen,denn die unterste Rute die am Anfang der 4m Rinne lag  wurde brutal nach unten gerissen,ein Schnalzen signalisierte das die Reissleine durch war.

Ich nahm die Rute auf und begann zu drillen,während Alex mit dem Boot langsam wieder zum Ufer zurücktuckerte und die andere Rute platzierte. Mein Gegner bockte da draussen ziemlich rum,wir entschieden uns den Fisch vom Boot aus zu drillen um kein Risiko einzugehen.

Das funktionierte dann auch einwandfrei 5 Minten später konnte Alex den Waller greifen und ins Boot ziehen-wieder ein Fisch über 2 Meter waren wir uns einig. Also Anleinen und Rute erneut rausfahren-später in der Nacht legte Alex noch mit einem Fisch  nach,überflüssig zu sagen das es wieder die gleich Rute war.


Nach der Vermessung am Morgen die 2,12m und 1,49m ergab und nachdem wir die Fangergebnisse der anderen Teams hatten wussten wir es schaut gut aus mit der Teamwertung.

 

Wir hatten ca.4m Vorsprung auf das Team „Next Generation“und 5m auf unser zweites Team mit Grunzi und Sumsi. Da der Platz trotz stark fallender Wassertemperatur und sinkendem Wasserstand funktionierte beschlossen wir die restlichen  Tage dort auszusitzen.


Das Spiel nahm wieder seinen Lauf,Alex musste wie jeden Tag ins Camp um zu duschen und seinen Verband zu wechseln,ich blieb am und Platz und bewachte die Ruten. Da unser Köfivorrat dem Ende zu ging musste Alex gegen Abend noch ein Stündchen vom Boot aus feedern um genug Fische für die Nacht zu haben,obwohl wir inzwischen nur mehr mit 4 Ruten fischten weil es an diesem Platz eigentlich unmöglich war 6 Ruten sinnvoll auszubringen.


Die Nacht brachte einen Fisch von 1,80m der unsere Führung absicherte-zumal Grunzi in der Nacht mit einem schönen 2,22m Waller nachlegte und den zweiten Platz übernahm.

 

 

 

Die Bedingungen wurden immer schlechter,Nachttemperaturen bis-5 Grad waren nicht nur unangenehm,das Wasser kühlte dadurch zusehens ab es war inzwischen schon von 19,3 auf 14,6 Grad gefallen,der Wasserstand fiel ebenfalls um 10cm pro Tag. Die vorletzte Nacht brachte überhaupt nur einen Fisch,mein Teamkollege Alex konnte einen Waller mit 1,52m fangen die anderen Teams gingen leider leer aus.

So sahen wir relativ entspannt der letzten Nacht entgegen,die Wassertemperatur war inzwischen auf 13,3 Grad gefallen und wir dachten das da eigentlich nicht mehr viel gehen wird.

Ein weiterer Wallerjüngling mit etwas über 1m störte unsere Nachtruhe und wurde sofort wieder zurückgesetzt.

Samstag morgen begannen wir das Lager abzubauen,den Müll einzusammeln und das Tackle im Boot zu verstauen.Dann hockten wir uns in der Sonne noch ein wenig hin um die Woche Revue  passieren zu lassen. Am Bootsteg angekommen waren bereits die ersten Kollegen da um uns zum ersten Platz in der Gesamtwertung zu gratulieren.

Auch Wallermade war gerde am Bootssteg,er hatte mir in der letzten Nacht noch den Sieg in der Einzelwertung weggeschnappt und unser zweites Team auf den dritten Platz verwiesen. Der Grund war eine weitere Pogranate mit 2,44m die er zusammen mit seinem Teamkollegen Welsanfänger landen konnte. Die beiden schafften es auch einen weiteren Grosswaller mit 2,31m während des Cups zu landen-und dass trotz gebrochener Rute-Respekt Jungs und weiter so.

 

 

Es wurden während der Woche 8 Waller über 2m gefangen was für diese Verhältnisse ein super Ergebnis ist und für das Gebiet vom Wallercamp La Motta spricht das bei jedem Wasserstand

Topplätze zu bieten hat.

Hier noch einige Fotos von gefangenen Fischen beim Cup.

 

 

Der Abendlichen Preisverleihung folgte ein köstliches Essen aus Tiroler Bergstiergulasch a la Muskie und selbstgemachten Spätzle a la Thorsten zu dem uns Peter eingeladen hatte. Natürlich wurde dann gefeiert und es blieb kein Auge trocken,bei Leuten wie sie bei diesem Cup mitgefischt haben kein Wunder.

 

 

 

Abschliessend möchte ich mich noch bei meinem Teampartner Alex,Peter und seinem Team und allen die beim Cup mitgefischt und gefeiert haben bedanken-Jungs ihr wart allesamt Spitze. Neid und Missgunst unter den Teilnehmern waren bei dieser Veranstaltung ein Fremdwort,wir hatten Spaß ohne Ende und ich denke es wurden einige neue Freundschaften geschlossen. Da könnten sich einige in der Wallerszene ein Stückchen abschneiden.

 

Hier noch das Endergebnis der grössten 10 Fische in der Einzelwertung:


Wallermade 2,44m
Hötzi 2,40m
Welsanfänger 2,31m
Grunzi   2,22m
Sportfischer 2,15m
Hötzi 2,12m
Heinz 2,07m
Dirk   2,05m
Hötzi 1,80m
Sumsi 1,70m

 

Endergebnis Teamwertung:


1.Hötzi/Sportfischer Wallerteam Austria 1  14,41m
2.Wallermade/Welsanfänger Team Next Generation 9,35m
3.Grunzi/Sumsi Wallerteam Austria 2     7,81m

 

 

Lg Peter Hödl Wallerteam-Austria

 

Text: Peter Hödl

Fotos: Alexander Kubica

 

 



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