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Waller

Waller gegen die man keine Chance hat

von Mario Lange

Mario Lange, 14.10.08

Void
3,9
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Ich schreibe diesen Bericht aus aktuellen Anlass, da wir in diesen Sommer gleich einige Male wieder das Vergnügen hatten fische zu Haken gegen die man keine Chance hat und ich denke das viele unserer Kollegen schon ähnliche Erlebnisse am Wasser hatten.

 

Beginnen werde ich mit dem gewaltigsten Erlebnis! Es ereignete sich am Rio Ebro in Spanien in der Nähe von Mora. Andi und ich waren wie fast jeden Tag mit der Spinnrute unterwegs um einige unserer Top Plätze zu befischen. Nach relativ kurzer Zeit konnte ich einen kleinen Waller zum Biss verleiten und sicher landen.

Wenige Würfe später bekam Andi einen Biss wie wir ihn noch nie erlebt hatten. Der Biss kam so brutal dass der Waller, Andi beinahe ins Wasser gezogen hätte. Der Anschlag kam natürlich sofort, gleich 3 Mal um den Fisch ja sicher zu Haken. Was dann passierte hatte ich noch nie gesehen.

 

 


Der Fisch kam auf uns zu, was noch gar nicht so ungewöhnlich war, Andi kurbelte was das Zeug hielt und schaffte es den Fisch direkt zu uns an Ufer zu führen. Es war kein Problem und so stand der Waller auf einmal vor uns im Meter tiefem Wasser, ganz ruhig, wie als wollte er sich uns zeigen und sagen schaut mich nur an!

Als wir dann realisierten was für Waller da vor uns stand, stockte uns der Atem. Es schlug einfach alles was ich bisher Gesehen hatte. Ich muss dazu sagen, ich habe schon jede Menge 230er und 240er live gesehen, aber so etwas kam mir noch nicht unter die Augen. Ein Riesen Waller, gezeichnet, vernarbt von Kopf bis Schwanz und das erste das ich zu Andi sagte war: „Den kriegen wir nie…“. Und so war es dann leider auch!

Der Waller stand dann noch eine, zwei oder drei Minuten Seelenruhig im Flachen Wasser vor uns und wir wussten nicht was wir machen sollten, wir waren einfach wie gelähmt von dem Anblick dieses Wallers. Es war einfach so beeindruckend. Irgendwann stieg ich dann ins Wasser und dachte mir ich könnte den Waller landen, aber als ich ihm zu nahe kam begann seine einzige und letzte Flucht.

Er schwamm flussaufwärts ohne Pause, wie als wäre kein Widerstand vorhanden. Andi hatte mittlerweile die Bremse der Shimano Stella 6000 FA komplett zu, mit der Hand war kein Schnurabzug mehr möglich und der Waller nahm immer noch Schnur von der Rolle. Der Waller lies sich einfach nicht stoppen!

Das Spiel dauerte dann auch nicht mehr lange und die Rolle war schnell leer gespult. Die Schnur hatte Andi mit einem Schlaufenknoten an der Rolle gesichert. Aber was macht man in so einem Fall wenn die Schnur zu Ende ist? Hält man einfach nur mehr die Rute fest und schaut was passiert, versucht man den Fisch mit aller Gewalt zurück zu halten, schneidet man einfach nur die Schnur durch. Was tun? Bevor wir aber nur noch irgendeine Entscheidung treffen konnten, nahm uns der Waller diese ab und sprengte den Schlaufenknoten. Enttäuscht blickten wir uns an, aber wie schon gesagt, ich dachte mir schon das ich den Waller nicht landen werden. Einfach Schade…
 

 


Neues Spiel, neues Glück!

Nun komme ich zum nächsten Waller der mir zeigte wer der Herr im Haus ist. Es ereignete in Bereich von Asco. Kurz vor der Dämmerung bekam ich einen Biss und wieder kam dieser ziemlich heftig. Sofort quittierte ich den Biss mit einem Anschlag und der Waller begann sofort mit seiner Flucht.

Anfangs hatte ich die Bremse der Stella noch leicht eingestellt und der Waller nahm Schnur so dass die Rolle so richtig kreischte. Langsam begann ich den Bremsdruck zu erhöhen, bis ich ihn nicht mehr erhöhen konnte. Aber den Waller störte das überhaupt nicht und so versuchte ich die Spule noch zusätzlich mit der Hand zu bremsen. Das war aber zu viel des guten. Wenige Sekunden später brach die 0,35 Spiderwire und aus war es mit dem Traum. So schnell kann es gehen…

Also in diesem Sinne alles Gute für die dicken Fische!

 

Euer Mario Lange

http://www.fliegenfischer.cc



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